Studieren in Mecklenburg-Vorpommern: Überblick über das Studienangebot

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern befindet sich im Nordosten Deutschlands. Dort leben etwa 1,6 Millionen Menschen, von denen etwa 210.000 Menschen in Rostock wohnen. Neben der Mecklenburgischen Seenplatte und den Städten Schwerin und Rostock zählen noch die Inseln Rügen und Usedom zum Bundesland. Es verfügt über 2.028 verschiedene Seen und besitzt somit eine einmalige Landschaft.

Das Erststudium im Bundesland ist gebührenfrei. Das Semesterticket ermöglicht Flexibilität und gewährt Flexibilität und eine effiziente Freizeitgestaltung. Die typischen Studentenstädte von Mecklenburg-Vorpommern sind Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar.

Erste Informationen:

 

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald zählt zu den ältesten Universitäten Deutschlands. Sie wurde bereits 1456 gegründet und ist gleichzeitig die älteste schwedische Universität. Unter schwedischer Herrschaft befand sie sich bis 1815.

Zu ihren Schwerpunkten zählen heute die internationalen Beziehungen in den Bereichen Forschung Lehre. Die Universität besitzt internationale Beziehungen zu mehr als 200 weiteren Universitäten. Sie versteht sich als Forschungsuniversität, deren fünf Fakultäten in Kooperation mit zahlreichen nationalen und internationalen Forschungspartnern eng zusammenarbeiten. In fünf Forschungsschwerpunkten leistet die Universität Greifswald Beiträge zu Themen wie Gesundheit, Prävention, Umwelt, Klima, Energie, Rohstoffe sowie Chancen und Risiken der Globalisierung.

Die Universität arbeitet eng mit dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) sowie dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) zusammen.

Die Universität Greifswald ist zudem Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der ganzen Region. Sie prägt zudem Leben und Kultur in Greifswald durch Feiern und Festivals, Begegnungen und eine umfassende Wissenschaftskommunikation mit der Öffentlichkeit. Informationen finden Sie im Internet auf der Website der Universität.

 

Hochschule Neubrandenburg

An der Hochschule Neubrandenburg studieren derzeit etwa 2.200 Studenten. Die Gründung erfolgte 1991 zunächst mit den Studiengängen Bauingenieurwesen und Sozialwesen. Heute existieren vier Fachbereiche. Dazu zählen Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaft, Landschaftswissenschaft und Geomatik, Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung und Gesundheit, Pflege, Management.

Angeboten werden insgesamt 26 Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge. Die Studiengänge Gesundheits- und Krankenpflege und Pflegewissenschaft/-management bieten einen besonders starken Praxisbezug mit mindestens einem Praxissemester oder mehreren Praxisabschnitten. Die Universität arbeitet mit Unternehmen und Institutionen zusammen und verfügt über Beziehungen zu über 50 Partnerhochschulen im Ausland.

Die Hochschule verfügt über verschiedene Modellstudiengänge, wie zum Beispiel „Early Education – Bildung und Erziehung im Kindesalter“ sowie Agrarwirtschaft oder Pflegewissenschaft/Pflegemanagement.

Weitere Informationen:

 

Universität Rostock

Die Universität Rostock zählt zu den traditionsreichsten Hochschulen Deutschlands. Sie hat heute etwa 15.000 Studierende, wodurch sie die größte Universität Mecklenburg-Vorpommerns ist. Ihre Gründung erfolgte 1419. Sie verlor jedoch ab dem 17. Jahrhundert durch Kriege, einen Stadtbrand und den Zerfall der Hanse an Bedeutung. Im 19. und 20. Jahrhundert kam es jedoch wieder zu einem Aufschwung. Die Universität Rostock ist heute mit vier Campus-Standorten wieder zu einem beliebten Studienort geworden.

Das Angebot ist mit 70 Studiengängen in neun Fakultäten sehr umfangreich. Neben Bachelor- und Masterabschlüssen kann in verschiedenen Fachrichtungen auch das Diplom erworben werden. Es existieren Fakultäten für Maschinenbau und Schiffstechnik und Windenergietechnik. Daneben sind Studiengänge für Medizin, Zahnmedizin sowie medizinische Biotechnologie möglich. Naturwissenschaftlich Interessiere können Biowissenschaft, Chemie, Physik oder Mathematik studieren. Die Fakultät für Agrar- und Umweltwissenschaft ermöglicht Bachelorabschlüsse in Agrarwissenschaft, während an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik auch auf Lehramt studiert werden kann. Zudem gibt es eine theologische Fakultät für evangelische Theologie und Lehramtsstudium sowie eine Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Daneben existieren eine juristische Fakultät sowie eine Fakultät für Kultur, Philosophie und Sprachen. Im Sprachenzentrum werden verschiedene Fremdsprachenkurse angeboten.

Die Universität Rostock ist zudem ein bedeutendes Zentrum im Bereich Forschung. Ex gibt eine interdisziplinäre Fakultät, die sich mit unterschiedlichen Forschungsbereichen beschäftigt. Weiterbildungsmöglichkeiten, die sich an Berufstätige aus dem Pflege- und Medizinbereich richten, wie die Projekte KOSMOS und BAAL, runden das Angebot ab.

Weitere Informationen:

 

Fachhochschule des Mittelstandes Schwerin (FHM)

Die Fachhochschule des Mittelstandes Schwerin existiert seit 2013. Hier werden Studierende in Bachelor- oder Masterstudiengängen ausgebildet. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Tourismus sowie dem Managementbereich. Zur Website

 

Hochschule Stralsund

Die Gründung der Hochschule Stralsund erfolgte 1991 und vereint heute moderne Gebäude und Einrichtungen nahe beieinander. Derzeit sind dort etwa 2.600 Studenten eingeschrieben. Die Hochschule Stralsund versteht sich als Campus-Hochschule, bei der sich alle Gebäude und Einrichtungen sowie die Unterkünfte und Sportstätten auf einem Gelände befinden.

Das Leitbild der Hochschule lautet: „Praxis verstehen – Chancen erkennen – Zukunft gestalten“. Sie bietet praxisorientierte Lehre und Forschung in Verbindung mit Interdisziplinarität, gesellschaftlicher Relevanz und einer berufsbezogenen Anwendung.

Die Hochschule Stralsund ist in die Fachbereiche Wirtschaft, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik gegliedert und hat Kontakte zu mehr als 70 ausländischen Hochschulen. Sie hat die angewandte Forschung in den letzten Jahren weiterentwickelt. Hier spielt das Thema Regenerative Energietechniken eine wichtige Rolle, wobei das Institut für Regenerative Energiesysteme der Fachhochschule Stralsund alle Aktivitäten vereinigt. Die Hochschule hat ebenfalls eine Vorreiterrolle im Bereich Informatik. Das „Institute for Applied Computer Science (IACS)“ ist eine wissenschaftliche Einrichtung zur Förderung der Informationstechnologie.

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Hochschule Wismar

Die Hochschule Wismar bildet seit 1992 als Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in den Studienfächern Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik sowie seit 1995 im Wirtschaftsrecht aus. Studierende können den Bachelor- oder Masterabschluss erwerben. Daneben werden spezialisierte Master wie „Tax and Business Consulting“, „Digitale Logistik und Management“ und „International Management“ angeboten. In Verbindung mit der Universität Stettin kann ein Doppelabschluss als Bachelor oder Master in Wirtschaftsinformatik international erworben werden. Fernstudiengänge und Online-Studiengänge ermöglichen Berufstätigen ein Studium.

Die ingenieurtechnische Ausbildung geht an der Hochschule Wismar bis in das Jahr 1908 zurück. Damals erfolgte dort die Gründung der „Ingenieur-Akademie Wismar“. Seitdem versteht sich Wismar als Stätte für eine praxisbezogene Ingenieurausbildung, die heute als Fakultät für Ingenieurwissenschaften vereinigt ist. Sie umfasst an ihren Standorten in Wismar und Malchow auf Poel die Bereiche Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau sowie Verfahrens- und Umwelttechnik. Hinzu kommt der Bereich Seefahrt am Standort in Rostock Warnemünde.

Studierende erhalten die Möglichkeit, eine Entwurfs- und Projektarbeit individuell zu entwerfen. Diese werden von Lehrenden intensiv begleitet. Hinzu kommt eine große Breite gestalterischer, künstlerischer, handwerklicher und technischer Fächer, die durch die wissenschaftlichen Disziplinen ergänzt werden. Lehrveranstaltungen der jeweiligen Studiengänge sind auch für Studierende anderer gestalterischer Studiengänge geöffnet. Es bestehen somit fächerübergreifende Möglichkeiten, die durch gemeinsame Projekte, wie die Jahresausstellung „DIA“, die Vortragsreihe „DIAlog“ oder das Fakultätsjahrbuch ergänzt werden. Hinzu kommen moderne Labore und Werkstätten verbunden mit einer individuellen Betreuung und einer Infrastruktur, die sich durch kurze Wege auszeichnet.

Die Hochschule Wismar arbeitet zudem mit zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaftspartnern sowohl national als auch international zusammen. Dadurch können neue Themenbereiche und Kooperationen eröffnet werden.

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