Studieren in Sachsen: Überblick über das Studienangebot

Der Freistaat Sachsen hat bei einer Fläche von etwa 18.400 Quadratkilometern etwas über 4,1 Millionen Einwohner. Dresden, die Hauptstadt des Bundeslandes, bildet gemeinsam mit den Großstädten Leipzig und Chemnitz das „Sachsen-Dreieck“. Das Bundesland verfügt über ein großes Fächerangebot von Ingenieur-, Geistes-, Natur- Sozial- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Daneben verfügt es über hervorragende Kunsthochschulen sowie private Berufsakademien. Studierende sind von Semestergebühren befreit und erhalten von den meisten Hochschulen ein Semesterticket, mit dem das kostenlose Reisen möglich ist. Das Bundesland besitzt viele Naturschutzgebiet, wie das Erzgebirge, das Elbsandsteingebirge oder die Lausitz. Mehrmals jährlich finden verschiedene Festivals statt, wie die Leipziger Jazztage, das Wave-Gotik-Treffen oder das Dresdner Gitarrenfest.

Die Studentenstädte Sachsens sind Chemnitz, Dresden, Freiberg, Leipzig, Mittweide, Plauen und Zwickau. Zu den traditionsreichsten Universitäten zählen Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freiberg. Weitere Infos finden Sie bei Pack dein Studium.

 

TU Dresden

Die TU Dresden verfügt über insgesamt 129 Studiengänge und umfasst dabei alle Wissenschaftsdisziplinen. Das Motto der TU Dresden lautet „Wissen schafft Brücken“. Sie arbeitet mit externen Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-, Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft zusammen. Diese bilden gemeinsam das Partnernetzwerk DRESDEN-concept.

Die Angebotspalette reicht von Architektur über Germanistik bis hin zu Zahnmedizin. Weitere Studiengänge befinden sich in den Natur-, Ingenieur- und Verkehrswissenschaften. Daneben gibt es Angebote der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, aber auch in Erziehungs- und Bildungswissenschaften sowie Forst-, Geo- und Hydrowissenschaft. Das Angebot wird durch Medizin und Informatik vervollständigt.

Die TU Dresden verfügt über gegenwärtig etwa 36.000 Studentinnen und Studenten, die ihr Studium mit einem Bachelor, Master, dem Diplom oder dem Staatsexamen abschließen. Die TU Dresden besitzt ein Qualitätsmanagement für Studium und Lehre, wodurch die eigenen Studiengänge akkreditiert werden können. Studierende finden Unterstützung durch ein interessantes Umfeld, wie die Sächsische Landesbibliothek und die Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.

Die sächsische Landeshauptstadt verfügt nicht nur über optimale Studienbedingungen, sondern auch günstige Lebenshaltungskosten und vielfältige kulturelle Angebote. Dresden gilt nicht ohne Grund als eine der lebenswertesten Städte Deutschlands. Hier befinden sich Museen, Theater, Oper, Kino, Sportstätten. Hinzu kommen die einmalige Elblandschaft mit dem Elbsandsteingebirge und zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

 

TU Bergakademie Freiberg

Die Wurzeln der TU Bergakademie Freiberg reichen bis in das Jahr 1765 zurück, wodurch die TU zur ältesten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt wurde. Sie bildet die Schwerpunkte Geoökologie, Material, Energie und Umwelt. Studierende und Wissenschaftler befassen sich mit der Erkundung der Lagerstätten von Rohstoffen sowie deren Gewinnung und Recycling. Hinzu kommt die Entwicklung alternativer Energien. In Freiberg sind derzeit 5.300 Studierende in 62 verschiedenen Studiengängen eingeschrieben. Die TU bietet 16 Bachelor- und 33 Masterstudiengänge, von denen sieben in englischer Sprache durchgeführt werden. Aufgrund der Kooperation mit der Industrie sowie weltweit agierender Unternehmen zählt die Bergakademie Freiberg zu den forschungsstarken Universitäten Deutschlands. Durch die Forschungsbergwerke „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“ können Studierende Theorie und Praxis miteinander verbinden.

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Universität Leipzig

Die Universität Leipzig wurde bereits 1409 gegründet. Sie verfügt heute über 29.000 Studierende, von den etwa 3.600 aus dem Ausland kommen. Studenten können aus über 150 verschiedenen Studiengängen wählen. Im größten Hörsaal der Universität Leipzig können 800 Studierende Platz finden. Der Hörsaal verfügt über zwei Kabinen zum Teledolmetschen.

Das Gebäude des Neuen Augusteums prägt das Stadtbild Leipzigs. Es beherbergt zudem zahlreiche Kunstgegenstände, die sich mit der Geschichte der Universität beschäftigen und an Persönlichkeiten, wie Lessing, Leibnitz und Goethe erinnern.

Die Medizinische Fakultät dient als Ausbildungsstätte für mehr als 3.000 Studenten der Human- und Zahnmedizin. Die Krankenversorgung wird durch das Herzzentrum und Universitätsklinikum Leipzig übernommen. Insgesamt 48 Institute und Kliniken sowie elf Abteilungen machen die Medizinische Fakultät zu einer der größten medizinischen Einrichtungen Deutschlands. Immerhin geht die Medizinische Fakultät schon auf das Jahr 1415 zurück und ist somit die zweitälteste medizinische Ausbildungsstätte Deutschlands. Sie konzentriert theoretische und klinische Einrichtungen im Medizinischen Viertel. Gleichzeitig fördert sie die Zusammenarbeit mit den in der Nähe befindlichen lebenswissenschaftlichen Fakultäten der Universität.

 

Technische Universität Chemnitz

Die 1836 als „Königliche Gewerbeschule“ gegründete Technische Universität Chemnitz stellt heute die drittgrößte Hochschule Sachsens dar. Sie erhielt 1993 eine Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. 1994 erfolgte die Gründung der Philosophischen Fakultät. Gegenwärtig studieren in Chemnitz etwa 11.900 Studierende in 40 Bachelor- sowie 58 Masterstudiengängen. Hinzu kommen zwei Lehramtsstudiengänge. Die Bereiche Sensorik und kognitive Psychologie bilden eine einmalige Fachkombination.

2014 erfolgte die Gründung des Zentrums für den wissenschaftlichen Nachwuchs, das sich als Koordinations- und Serviceeinrichtung für Wissenschaftler in der Promotionsphase versteht. Junge Wissenschaftler finden hier eine individuelle Betreuung und Förderung.

Die TU Chemnitz zeichnet sich durch eine internationale Ausrichtung aus. 2.400 Studierende kommen aus dem Ausland. Die TU besitzt Beziehungen mit über 100 Partnereinrichtungen weltweit. Studierende und Wissenschaftler können dadurch auch Forschungsprojekte im Ausland durchführen. Hinzu kommen zahlreiche Erasmus Partnerschaften und Kooperationen mit internationalen Netzwerken.

 

Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ)

Der Fokus der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) liegt auf Technik, Wirtschaft und Lebensqualität. An der Hochschule studieren derzeit 4.700 Studierende aus fast 50 Ländern. Das Studienangebot umfasst 50 Studiengänge, die einen großen Praxisbezug haben. Die Hochschule zeichnet sich durch ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen Studenten und Professoren aus und verfügt über eine moderne Ausstattung, eine Hochschulbibliothek und eine enge Verbindung zur Wirtschaft.

Sie verfügt über große Erfolge im Bereich der angewandten Forschung. Dort konnten bereits Projekte, wie die Entwicklung einer Servicedatenbrillenanwendung zur Industrieproduktion, die Entwicklung von Energiespeichern und die Entwicklung eines automatischen Plug-In-Systems für den mobilen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Weitere Forschungsprojekte befassten sich mit der Nutzung von salzhaltigem Grubenwasser zur Wertstoffgewinnung und die Entwicklung eines Fahrzeugs für Sicherheitsüberprüfungen von Landstraßen.

Neben dem Schwerpunkt Technik und Wirtschaft bietet die WHZ auch spezielle Studiengänge um das Thema Lebensqualität. Hierzu existieren Studiengänge zu den Themen Akustik, Technologie des Musikinstrumentenbaus, Gebärdensprachdolmetschen sowie Languages and Business Administration/German Chinese. Studierende und Absolventen der Fakultät für Angewandte Kunst können ihre Werke im Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz ausstellen.