Studieren in Thüringen: Überblick über das Studienangebot

Thüringen hat etwa 2,2 Millionen Einwohner und zählt somit flächenmäßig zu den eher kleineren Ländern in Deutschland. Das Bundesland befindet sich im Mittelgebirge und bietet somit zahlreiche Möglichkeiten, die Berge zu erkunden. Die berühmten Bauhausstätten mit dem zwischen 1904 und 1911 erbauten Hauptgebäude und das Musterhaus „Am Horn“ zählen zum Thüringer UNESCO-Welterbe. Die einzige Volluniversität ist die Friedrich-Schiller-Universität in Jena, welche bereits 158 gegründet wurde. Daneben existiert in der Landeshauptstadt Erfurt eine Universität mit einem Schwerpunkt auf den Bereichen Pädagogik, Staatswissenschaft und philosophischen Fächern.

Die Bauhaus-Universität Weimar setzt ihre Schwerpunkte auf die Bereiche Architektur, Bauingenieurwesen sowie Gestaltung und Medien. In Thüringen werden für ein Erststudium keine Studiengebühren erhoben. Alle Studenten haben das Privileg der „Thoska“, der Thüringer Hochschul- und Studentenwerkskarte“. Diese gilt gleichzeitig als Studentenausweis, Bibliotheksausweis, Parkausweis sowie Fahrkarte. Die bekanntesten Studentenstädte des Bundeslandes sind Erfurt, Jena, Weimar und Ilmenau.

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Staatliche Universität Erfurt

Die Staatliche Universität Erfurt versteht sich als geisteswissenschaftliche Hochschule, die über kultur- und gesellschaftswissenschaftliches Profil verfügt. Die Gründung erfolgte bereit im Jahr 1379 als älteste Universität Deutschlands. Die Neugründung erfolgte 1994 bei Schwerpunkten auf Bildung und Religion.

Die Universität bietet gegenwärtig 85 Studiengänge, davon 51 Bachelor und 33 Masterstudiengänge, an. Absolventen können auch ein Lehramtsstudium absolvieren. Sie gliedert sich in vier Fakultäten, die über ein geisteswissenschaftliches Profil verfügen. Es handelt sich um die Staatswissenschaftliche Fakultät, die Philosophische Fakultät und die Erziehungswissenschaftliche Fakultät. 1999 folgten die Bereiche Staatswissenschaft und Kommunikationswissenschaft. Daneben wurden die Bereiche Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaft auf ein Vollstudium erweitert. Seit 2003 gehört die Theologische Fakultät als vierte Fakultät zur Universität.

1999 erfolgte die Vereinigung der Universitätsbibliothek mit der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha. Sie besitzt einen Bestand von 750.000 Bänden in Erfurt und 550.000 Bonden in Gotha. Zur Bibliothek gehören auch etwa 10.000 Handschriften sowie die Gelehrtenbibliothek „Bibliotheca Amploniana“ mit etwa 1.000 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen SHandschriften.

Informationen finden Sie auf der Internetseite.

 

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität versteht sich mit ihren über 18.000 Studierenden als klassische Universität. Sie wurde bereits 1558 gegründet und ist die einzige Volluniversität des Freistaates Thüringen. Mit ihr sind Namen wie Goethe, Schiller, Hegel, Döbereiner, Fichte, Haeckel, Schelling sowie Abbe und Zeiß verbunden. Die einst als „Hohe Schule“ von Johann Friedrich I. gegründete Universität präsentiert sich heute modern. ihre Wissenschaftler in vielen Bereichen gehören zu den Spitzenkräften in Forschung und Lehre.

So hat zum Beispiel das Studienfach Ökologie in Jena eine sehr lange Tradition. Die Bezeichnung wurde von Ernst Haeckel 1866 erstmals gebraucht und definierte schon damals einen Teilbereich der Biologie, welche sich mit den Wirkungen zwischen Organismen und der Umwelt beschäftigt. Heute entwickelte sich gemeinsam mit den Max-Planck-Instituten für Chemische Ökologie und Biogeochemie ein Zentrum ökologischer Forschung. Zudem konnte die Universität das Deutsche Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung nach Jena holen.

Durch den Geheimen Rat Goethe wurden die Voraussetzungen für ein wissenschaftliches Arbeiten in Jena geschaffen. Dazu zählten Bibliothek, Botanischer Garten und naturkundliche Archive sowie Laboratorien. So besitzt die Universität Jena heute eine moderne Bibliothek. Das Hauptgebäude wurde Ende 2001 fertiggestellt. Studierende haben die Möglichkeit, an zahlreichen Computerarbeitsplätzen online zu gehen. Ein Online-Katalog bietet die Möglichkeit, zunächst zu recherchieren. Daneben besteht seit 2001 eine digitale Bibliothek sowie eine Elektronische Zeitschriftenbibliothek.

Das Angebot wird durch mehr als 40 Sammlungen und Museen, sowie Events und Sonderaktionen erweitert.

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Bauhaus-Universität Weimar

Die Bauhaus-Universität Weimar bietet die vier Fakultäten Bauingenieurwesen, ArRchitektur und Urbanistik sowie Gestaltung und Medien. Sie verfügt heute über etwa 4.200 Studierende, die zwischen 40 künstlerisch-gestalterischen sowie ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen wählen können. Das Angebot reicht von Architektur, Urbanistik, Bauingenieurwesen über Freie Kunst, Design, Medienkultur bis hin zu Informatik und Mediengestaltung.

Die Gründung des Staatlichen Bauhauses erfolgte 1919 im Hauptgebäude der heutigen Universität. Sie zählt zu den einflussreichsten Gestaltungsschulen des 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch eine Neugestaltung der Lebenswelt in den Bereichen Kunst, Kultur und Gesellschaft aus.

Die Bauhaus-Universität Weimar setzt seit 1996 an diese Geschichte an. Sie versteht sich als lebendige Institution und versucht Antworten auf Fragen der Kunst, Kultur, Technik, Wissenschaft und Gesellschaft zu geben.

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Technische Universität Ilmenau

Die Technische Universität Ilmenau hat gegenwärtig etwas über 6.600 Studierende die in 20 grundständigen Studiengängen und 25 weiterführenden Studiengängen studieren können. Studienmöglichkeiten gibt es in den Fächern Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften und Medien. Die TU Ilmenau versteht sich als Universität mit kurzen Wegen, einem familiären Umfeld und interkultureller Vielfalt.

Studierende und Dozenten kennen sich persönlich und die hohe Qualität der Ausbildung gibt Absolventinnen und Absolventen hervorragende Berufsperspektiven. Studentische Vereine bieten ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Informationen finden Sie auf der Internetseite der TU.